Deutsche Meisterschaft 2025, U 17 Freistil, Freistil 14-16.03.2025

Bericht

Robert Flat gewinnt Bronze auf der deutschen Meisterschaft
Schwere Auslosung verhindert weitere Medaillen für den KG-Nachwuchs
 von Niklas Zink

 Von der deutschen Meisterschaft aus Werdau in der Altersklasse U17 im freien Stil kehren die vier jungen KG-Talente mit einer Bronzemedaille zurück. Erkämpft wurde diese durch Robert Flat (45 kg), der sich unter fünf Teilnehmern den dritten Platz erkämpfte. Laut Trainer Frank Rothweiler wäre hier sogar noch mehr drin gewesen, dennoch sei er mit der Leistung seines Schützlings zufrieden. Den ersten Kampf am Freitagabend verschlief das junge KG-Talent komplett – ein Muster, das auch die drei anderen Nachwuchsringer der Baienfurter bei ihren Kämpfen verfolgten. Gegen den späteren Zweitplatzierten würde Flat schon überraschend früh geschultert und startete mit einem ersten Dämpfer ins Turnier. Von der Niederlage ließ er sich nicht beirren und brachte sich mit zwei sehr guten Kämpfen und Siegen wieder in Medaillenposition. Auch den Kampf gegen den späteren Meister Lewis Keysan hielt der Baienfurter lange eng. Gegen Ende des Kampfes muss der Baienfurter in Rückstand mehr riskieren, setzt immer wieder zum Angriff an und wird gekontert. „Sehr schade“, wie Rothweiler den Ausgang des Kampfes betitelt, weil Flat hier stark mitgehalten habe. Durch die beiden vorhergegangenen Erfolge war dem KG-Ringer die Bronzemedaille aber bereits sicher. In der Gewichtsklasse bis 48 kg erwischte Maxim Hafner bei der Auslosung den deutlich stärkeren Pool. Auch der zweite KG-Youngster im Bunde hatte Probleme, am Freitagabend ins Turnier zu finden, gab zweimal eine unnötige Wertung ab und verlor. Allerdings zeigte auch Hafner eine starke Reaktion auf die Niederlage und kämpfte sich mit einem souveränen 8:0-Sieg und einen 5:1-Erfolg, bei dem er kurz vor Ende noch vier Punkte erzwang, wieder nach vorne. Im Aufeinandertreffen mit dem Turnierfavoriten Adrain Airich, war Hafner dann hingegen wieder chancenlos. Bei der deutlichen 0:10-Niederlage sei der Respekt laut Rothweiler vielleicht ein wenig zu groß gewesen. Als Drittplatzierter seines Pools stand Hafner damit im Kampf um Platz fünf. Hier zeigte er seine beste Turnierleistung, gewann gegen Ismet Arslan bereits kurz nach der Pause überlegen nach Punkten und sicherte sich somit einen guten fünften Platz. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis für Max, damit können wir zufrieden sein. Im anderen Pool hätte er vielleicht sogar um Bronze gerungen“, resümiert Rothweiler. Auch bei Ruwen Hund (60kg) war das Glück in der Auslosung nicht auf seiner Seite. Alle Kandidaten für den engeren Medaillenkreis befanden sich im Pool des KG-Talents. Und auch Hund startete am Freitagabend denkbar schlecht ins Turnier. „Er hat da viel zu wenig gemacht und verliert zum Auftakt verdient mit 2:3“, sagt Rothweiler. Unter Druck zeigte der Baienfurter am zweiten Turniertag dann aber wieder sein können. Mit einem Schultersieg erkämpfte sich Hund den ersten Turniererfolg und ließ direkt einen Überlegenheitssieg gegen einen württembergischen Kaderkollegen folgen. Gegen den nächsten Württemberger im Bunde, Alexander Schweng, zeigte der Baienfurter eine starke kämpferische Leistung. Letztes Jahr bei der deutschen Meisterschaft noch unterlegen, bezwang Hund den zu den Favoriten zählenden Schweng mit 4:3 und war damit auf Tuchfühlung mit den Medaillenrängen. Gegen Fabian Wächter aus Thüringen fand er aber nie wirklich in den Kampf und unterlag der cleveren Ringweise mit 1:3. Bei einem Kaderturnier im Frühjahr hatte der Baienfurter Wächter noch deutlich besiegt. So musste er sich ebenfalls mit dem dritten Platz in seinem Pool und damit dem Kampf um Platz fünf begnügen. Hier dominierte er den Kampf und schulterte Artur Makasy ohne Probleme. „Das war ein bisschen ärgerlich mit der Auslosung weil ich glaube, dass Ruwen im anderen Pool ohne Probleme erster geworden wäre und dann sogar im Finale gerungen hätte aber damit muss mann sich eben abfinden“, sagt Rothweiler. Dennoch sei er sehr zufrieden mit dem fünften Platz in einem starken Teilnehmerfeld. Ein starkes Teilnehmerfeld hatte auch Oskar Härdtner in der Gewichtsklasse bis 71 kg. Mit 22 Teilnehmern war die Gewichtsklasse nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ sehr hochwertig besetzt. Auch Härdtner folgte dem Muster seiner Teamkollegen und verschlief den ersten Kampf, sehr zum Ärger von Trainer Rothweiler: „Das ist extrem schade weil der Gegner, glaube ich, wirklich schlagbar gewesen wäre. Aber das weiß Oskar und er ärgert sich darüber selbst wahrscheinlich am Meisten.“ In einem Kampf, der lange eng war, zog der Baienfurter am Ende mit 2:7 den kürzeren. Im zweiten Duell war ein Sieg Pflicht, um das Ausscheiden abzuwenden. Gegen Henning Müller aus Brandenburg war der körperliche Unterschied allerdings zu groß. Nach der 0:10-Niederlage schied das KG-Talent aus und belegte den 17. Platz. Für Rothweiler aber ein wichtiger Schritt in der Entwicklung, da viele Spitzenringer dieser Gewichtsklasse im nächsten Jahr in die Altersklasse U20 aufrücken werden und die Karten für Härdtner in der kommenden Saison dann neu gemischt werden. Alles in allem sei der KG-Trainer zufrieden mit den Resultaten der deutschen Meisterschaft und ist zuversichtlich, dass seine Schützlinge auch in den kommenden Jahren wieder vorne angreifen können.

 
Vorbericht:
Medaillenhoffnungen für Baienfurter Nachwuchsringer
KG-Jugend mit vier Teilnehmern zur deutschen Meisterschaft nach Werdau
Von Niklas Zink.

Vom 14.-16.3. finden im sächsischen Werdau die deutschen Meisterschaften im freien Stil in der Altersklasse U17 statt. Für die KG Baienfurt gehen mit Robert Flat, Maxim Hafner, Ruwen Hund und Oskar Härdtner gleich vier Nachwuchstalente auf Medaillenjagd. KG-Jugendtrainer Frank Rothweiler sieht bei seinen Schützlingen gute Chancen, die eine oder andere Medaille zu erkämpfen. In der Gewichtsklasse bis 45 kg kämpft Robert Flat um eine solche. In einem sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld von sechs Ringern habe der KG-Ringer mit ein wenig Glück und gutem Kampfeinsatz eine sehr realistische Medaillenchance, so die Einschätzung von Trainer Rothweiler, der zugleich aber auch eine schwere Aufgabe für seinen Schützling erwartet. Vor allem der Favorit Lewis Keysan aus Südbaden stellt das junge KG-Talent vor eine echte Aufgabe. Auch Maxim Hafner (48 kg) habe laut Rothweiler zu den Medaillenkandidaten, wovon es bei elf teilnehmenden Ringern aber auch gleich fünf oder sechs gebe. Der Baienfurter traf bereits in der Vergangenheit auf einige seiner Gegner und erzielte dabei sowohl positive als auch negative Ergebnisse. „Wenn alles passt, wird Max da aber vorne mitkämpfen“, zeigt sich Rothweiler zuversichtlich. Topfavorit sei hier der Hesse Adrian Airich. Das dritte Nachwuchstalent, welches für die KG an den Start geht, weiß, wie man eine Medaille auf einer deutschen Meisterschaft holt. 2023 wurde Ruwen Hund in der Altersklasse U14 bereits deutscher Meister und hat auch dieses Mal wieder eine Medaille in Aussicht. Beim DRB-Sichtungsturnier in Hohenlimburg vor wenigen Wochen überzeugte der Baienfurter und drang in der Anwesenheit vieler seiner Konkurrenten vom kommenden Wochenende souverän bis ins Finale vor. Hier unterlag er Topfavorit Mark Barnowski aus Bayern nach Punkten. In der stark besetzten Gewichtsklasse (60 kg) zählen laut Rothweiler ungefähr acht der 22 Teilnehmer zu den engeren Medaillenkandidaten. „Mit seinem Können und an einem guten Tag gehört Ruwen da definitiv dazu“. Schwer hat es hingegen Oskar Härdtner, der vierte KG-Ringer im Bunde. Unter den 21 Teilnehmer befinden sich in der Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm einige Hochkaräter. Mit ein wenig Glück in der Auslosung traut Rothweiler dem KG-Talent aber auch einiges zu. Wichtig sei es, direkt mit ein oder zwei, vielleicht sogar drei Siegen in das Turnier zu starten dann gehöre man schon zum vorderen Drittel. „Die Zielsetzung ist für Oskar so der fünfte oder sechste Platz“. An Favorit und Titelverteidiger Jason Keil aus Südbaden wird wohl auch in diesem Jahr kein Weg vorbeiführen. Die KG-Jugendlichen werden alles daransetzen, die Favoriten zu ärgern und die eine oder andere Medaille aus Sachsen mitzunehmen.