Kampf vom 16.11.2019

Bericht KG I - SRV Viernheim

KG I - SRV Viernheim

von Henry Stärk

Regionalliga-Team deklassiert Tabellenführer Viernheim

In einer denkwürdigen Begegnung besiegten die Regionalliga-Ringer der KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt vergangenen Samstag den bislang unangefochtenen Tabellenführer SRC Viernheim deutlich mit 23 : 10. Einmal mehr erwies sich die Baienfurter Sporthalle in der laufenden Runde als uneinnehmbare Bastion.

Wer aus Sicht des Kampfrichtertischs den Blick über die gegenüberliegende Tribüne schweifen ließ, der sah bis an den Randbereich voll besetzte Ränge. Rechnete man die zahlreichen Zuschauer auf den zusätzlichen mobilen Tribünen hinzu, war es unübersehbar: das war an diesem Abend die Rekordkulisse der Saison. Entsprechend lebhaft verbreitete sich jene energiegeladene Stimmung, die die KG-Akteure von einer Höchstleistung zur nächsten trieb. Im Vorfeld hatte sich KG-Sportmanager Michael Merk zurückhaltend optimistisch auf ein Siegverhältnis von 5 : 5 eingestellt und dabei auf die bessere Punktausbeute gehofft.

Die Gästeringer nebst Betreuer-Crew hingegen gaben sich schon beim Wiegen selbstbewusst siegessicher, ja nach dem Eindruck von KG-Trainer Dariusz Jelen fast überheblich. „Sie wussten schon um unseren starken Mittelblock mit Adrian Wolny, Valeriu Toderean und Kevin Henkel, aber darüber hinaus wollten sie das Ding klar schaukeln“, bekam Jelen die Strategie-Erörterungen zwischen Gastbetreuer Toni Seifert und dessen Kader mit.

Zunächst schien für den nordbadischen Stemm- und Ringclub das Konzept aufzugehen und den gewohnten Lauf zu nehmen. In der vorgezogenen Partie der 86 kg-Klasse war der für die Gastgeber direkt von der Arbeit und dazu noch unvorbereitet eingesprungene Fabian vom Felde dem international erfolgreichen Matthias Schmidt nicht gewachsen. Der holte durch ein technisches 16 : 0 gleich mal eine Höchstwertung für das Gastteam. Auch in der 57 kg-Kategorie sah es nach einem Erfolg für die Truppe in den blauen Trikots aus, denn Moritz Buck fand gegen Yulian Grajdan zuerst kaum einen Ansatz und lag nach Durchgang eins mit 2 : 10 zurück. Die zweite Runde dümpelte knapp eine Minute so dahin, dann landete der Baienfurter den Glücksgriff des Abends: per Hüftschwung beförderte Buck seinen Kontrahenten direkt auf die Schultern, was unvermittelt einen frenetischen Jubelsturm auslöste und für die restliche Vorgehensweise der Achringer den Impuls geben sollte.

Die KGler agierten fortan wie entfesselt und phasenweise wurden die Gäste regelrecht vorgeführt. Timofei Xenidis nutzte nach eineinhalb Minuten die dritte Aktion, um Alishah Atimzada zu schultern. Der sah sich dabei regelwidrig attackiert und ging den KGler tätlich an, was wiederum zur roten Karte durch Mattenleiter Gideon Bibbo führte. Ein unschöner Tumult am Rande, der aber Dank der Ordner keine weiteren Konsequenzen nach sich zog. Als sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, waren wieder die Gäste am Zug. Gegen den starken Horst Lehr lief Magomed Makaev immer einen Ticken hinterher. Am Ende holte er das Beste raus was ging, und das war eine 8 : 15 Niederlage, die immerhin nur zwei Punkte für den Gästeringer zuließ. Die nächste Partie endete für Mirco Lemaic mit einer blutenden Platzwunde an der Stirn, als er seinen Gegner Julian Scheuer schon nach einer Minute schulterte. Noch nicht mal ganz fertig getapt, hüpfte der KGler in die Fan-Ecke und ließ sich zu Recht feiern.

Ungläubige Verwunderung machte sich breit in der Halle: die Oberschwaben lagen zur Pause mit 12 : 6 vorn. Gegen den Tabellenführer. Und die betretene Miene von deren Mannschaftsführer Toni Seifert ließ erahnen, dass ihm Böses schwante, denn die KG-Trümpfe, siehe eingangs erwähnt, hatten noch nicht mal gestochen. Zuerst knüpfte Lukas Buck in konzentrierter Weise an und kämpfte Mirko Hilkert mit 2 : 1 nieder. Dann ließ Adrian Wolny seinem Gegner Shyukri Shyukriev beim überlegt angegangenen technischen 16 : 0 Erfolg keine Chance. Zwischendurch durften nochmal die Gäste punkten, als wiederum Waldemar Lehn den Lückenfüller gab und beim 0 : 15 gegen Florian Scheuer natürlich nichts ausrichten konnte. Dann war’s so gut wie gelaufen und die Zuschauer durften sich auf den Schlussakt freuen, der als Finale Grande zelebriert wurde. Seine ganze technische Klasse ausspielend bereitete Valeriu Toderean gegen Pascal Hilkert per technischem 16 : 0 den Mannschaftserfolg, bevor Kevin Henkel gegen Sebastian Schmidt auch noch für erheiternde Momente sorgte. Der in der Jugend mehrfache deutsche Meister überragte den KGler um eine ganze Kopflänge und wurde ob seiner anatomisch langgliedrigen Ausmaße und deshalb eher schlaksig wirkenden Bewegungen ziemlich unterschätzt. Henkel brachte fast keine Oberlage durch, sondern erkämpfte lediglich jeweils einen Zähler wegen Abdrängen des Gegners in die Auszone. Am Ende geriet der KGler selbst noch in die Unterlage, drückte sich aber durch eine Brücke energisch aus der prekären Situation. Es spielte ohnehin keine Rolle mehr, dass Henkel beim Schlussgong mit 8 : 2 nur zwei Zähler holte anstatt drei.

Die Begegnungen im Einzelnen in ausgeführter Reihenfolge:
86 kg Freistil: Fabian vom Felde – Matthias Schmidt 0:16 techn. Niederlage, Zw. 0:4
57 kg Griechisch-römisch: Moritz Buck – Yulian Grajdan Schultersieg, Zwischenstand 4:4
130 kg Freistil: Timofei Xenidis – Alishah Atimzada Schultersieg, Zw. 8:4
61 kg Fr: Magomed Makaev – Horst Lehr 8:15 Punktniederlage, Zw. 8:6
98 kg Gr: Mirco Lemaic – Julian Scheuer Schultersieg, Zw. 12:6
66 kg Gr: Lukas Buck – Mirko Hilkert 2:1 Punktsieg, Zw. 13:6
71 kg Fr: Adrian Wolny – Shyukri Shyukriev 16:0 techn. Überlegenheit, Zw. 17:6
80 kg Gr: Waldemar Lehn – Florian Scheuer 0:15 techn. Niederlage, Zw. 17:10
75 kg Gr: Valeriu Toderean – Pascal Hilkert 16:0 techn. Überlegenheit, Zw. 21:10
75 kg Fr: Kevin Henkel – Sebastian Schmidt 8:2 Punktsieg, Endstand 23:10.

Bericht KG -Jugend KG Wurmlingen/Tuttlingen

KG Jugend  - KG Wurmlingen/Tuttlignen

Fulminante Vorstellung der Mattenfüchse vor heimischer Kulisse am Großkampftag

Von Kathi Katzer

 Vor einer bereits über 150 Zuschauern fassenden würdigen Kulisse konnten die KG-Nachwuchsringer am vergangenen Samstag erneut ihre dominierende Klasse aufzeigen:

40-0 Punkte standen nach dem ersten Mannschaftskampf gegen Wurmlingen-Tuttlingen auf dem Konto der KG-Talente.

Dabei gingen nur drei kampflose Ringer mit Höchstwertung von der Matte: Collin Buchkamer, Anes Qullumi und Danny Mayr – aber auch die anderen Kämpfer der Mattenfüchse benötigten in Summe tatsächlich nur 8:13 Minuten, um die weiteren 28 Mannschaftspunkte zu ergattern:

Robert Flat legte seine Gegnerin in 7 Sek. auf die Schulter, Ari Krasniqi benötigte 1:23Min zum Schultersieg, Samuel Rothweiler stand nach 3:30 als Überlegenheitssieger fest, Oskar Härdtner hatte nach 1:25Min. 16 Punkte gesammelt, Noah Can Baur zerlegte seinen Gegner in 41Sek. per Schultersieg, Paul Bohmeier stand nach 28Sek. als Schultersieger fest und Merdijan Kadrijaj punktete seinen Gegner Gianluca Greco in 39 Sek. überlegen aus.

 

Bericht KG Jugend - Gottmadingen

KG Jugend KG Gottmadingen

Den zweiten Kampf Gottmadingen gegen Wurmlingen konnten die Gottmadinger für sich mit 25-8 entscheiden.

Final trafen dann die KG-Füchse auf die Gottmadinger Ringerjugend:

Robert Flat konnte erneut nach 29 Sek. einen Schultersieg landen, Collin Buchkamer musste sich beim Stand von 0-6 einer Schulterneiderlage beugen. Ari Krasniqi, Merdijan Kadrijaj und Anes Qullumi strichen jeweils 4 kampflose Punkte ein. Das weitere Kampfgeschehen bot einen Augenschmaus für die applaudierenden KG-Fans:

Samuel Rothweiler schulterte Ali Alija in 1:58Min., Danny Mayr musste sich von Tom Haas überraschend nach 20Sek. nach einem Kopfhüftschwung schultern lassen.

Oskar Härdtner zeigte Ringkunst in konstanter Manier und arbeitete sich in 2Min. zum Überlegenheitssieger. Willi Lehn stand dem in nichts nach, er agierte lediglich schneller und war bereits nach 1:02Min. Überlegenheitssieger.

Der Endstand von 28-12 zeigt erneut die Größe der kleinen Ringer auf – die als absolut unbesiegtes Team weiterhin die höchste Jugendliga dominieren!

Ein dickes Danke an die Trainer Frank Rothweiler und Roland Bolduan – sowie die fiebernden Jugendverantwortlichen Alex Härdtner und Peter Mayr, die die Mattenfüchse nicht nur bestens auf das Kampfgeschehen einstellen, sondern wie auch die Eltern ständig den Trainingseifer durch Chauffieren und Organisationstalent ermöglichen.