Internationales UWW-Turnier in Wolfurt

Sechs Baienfurter Nachwuchskräfte bei den Flatz-Open

Am Wochenende des 07./08. Februar fand in Wolfurt die Flatz-Open in den Altersklassen U17 und U20 statt, bei den zahlreiche internationale Athleten vertreten waren. Los ging es am Samstag mit der U20, bei der die beiden KG-Ringer Willi Lehn und Danny Mayr an den Start gingen. In der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm traf Willi Lehn zum Auftakt auf den Schweizer Mathys Sarrasin und startete direkt mit einem Achtungserfolg ins Turnier. Der Baienfurter hatte seinen Kontrahenten über die gesamte Kampfzeit unter Kontrolle, gewann mit 13:4 und zog ins Viertelfinale ein. Hier lieferte er sich ein enges Duell mit seinem deutschen Kollegen Robin Bader, den er schlussendlich beim Stand von 3:3 knapp bezwang. Im Halbfinale folgte in Tinio Ritter der nächste Gegner aus der Schweiz. Auch hier behielt Lehn die Oberhand und zog nach einem 8:3-Erfolg in den Kampf um die Goldmedaille ein. Gegen den starken Polen Ivan Oksiuk war der KG-Ringer hier aber chancenlos und musste sich nach einer technischen Niederlage mit Silber zufriedengeben.

Selbes Schicksaal erlangte Danny Mayr in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm. In seinem ersten Turnierkampf unterlag er ebenfalls einem Polen, Jakub Kesy, mit 0:6. Dadurch stand er im zweiten Gruppenkampf gegen den Schweizer Aaron Zberg bereits unter Zugzwang, wenn er noch ins Halbfinale einziehen wollte. In einem engen Duell behielt der Baienfurter schlussendlich die Nerven, gewann knapp mit 7:4 und zog als Gruppenzweiter ins Halbfinale ein. Hier hatte er den Österreicher Rashid Bettergaraev im Griff und erreichte mit einem souveränen 6:0-Erfolg das Finale. Hier traf er erneut auf den straken Polen, gegen den er bereits im Eröffnungskampf das Nachsehen hatte. Auch im Finale war der KG-Ringer ohne Chance und unterlag technisch.

Am Sonntag war dann die U17 der Baienfurter an der Reihe. Die KG schickte hier Robert Flat, Maxim Hafner, Ruwen Hund und Oskar Härdtner ins Rennen. Robert Flat hatte es in der Gewichtsklasse bis 51 Kilogramm mit starken Gegnern zu tun. Im ersten Kampf unterlag er dem Polen Adam Maciejewski knapp mit 2:5. Nicht den Hauch einer Chance hatte er gegen den englischen Ringer Bronx Hanlon, der bis ins Finale vordrang und Silber holte. Nach der technischen Niederlage musste er in der dritten Runde gegen den späteren Turniersieger aus Frankreich, Deni Zakriyev, antreten. Nach einer weiteren technischen Niederlage war das Turnier für den Baienfurter mit dem sechsten Platz beendet.

Maxim Hafner (55 kg) hatte das Glück in seinem Auftaktkampf gegen seinen WRV-Kollegen Alexander Weinberg ebenfalls nicht auf seiner Seite. Das KG-Talent geriet zu früh zu weit ins Hintertreffen, konnte den Rückstand nicht mehr aufholen und unterlag mit 8:12. Nach der Halbfinalniederlage Weinbergs war die Chance auf die Hoffnungsrunde für Hafner ebenfalls vertan und das Turnier bereits nach einem Kampf wieder beendet.

Ruwen Hund hingegen erwischte in der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm einen Sahnetag. Zu Beginn noch nicht wirklich im Wettkampfmodus angekommen geriet er im ersten Kampf direkt in Rückstand, gewann dann aber noch mit 9:8 gegen Nikita Koziech aus Israel und war dann nicht mehr aufzuhalten. Im Viertelfinale dominierte er den Franzosen Sascha Aubert und stand nach einer technischen Überlegenheit. Auch Jakub Gmyz aus Polen hatte keine Chance gegen das Baienfurter Nachwuchstalent. Beim Stand von 8:1 landete Hund noch einen Schultersieg, wonach er im Kampf um Gold stand. Hier lieferten sich der KG-Ringer und der Belgier Akram Sadyrkhanov ein offenes und hitziges Duell, das zahlreiche Wertungspunkte innehatte. Am Ende dann recht deutlich, aber absolut verdient, setze sich der Baienfurter mit 20:10 durch und gewann den Titel in einem hochklassigen Teilnehmerfeld.

Auch Oskar Härdtner zeigte sich nach seinem württembergischen Meistertitel aus der Vorwoche weiterhin in starker Verfassung. Im ersten Kampf traf er auf den Österreicher Abdullah Askhabov, den er beim Stand von 4:0 auf die Schultern legte. Nach einer technischen Überlegenheit gegen den Israeli Gabriel Grinshpun traf er im letzten und entscheidenden Kampf auf seinen WRV-Kollegen Konrad Buchholz. Zu keinem Zeitpunkt des Duells ließ Härdtner Zweifel an einem Sieg aufkommen, hatte Buchholz über die gesamte Kampfzeit im Griff und gewann nach seinem klaren 9:2-Erfolg verdient die Goldmedaille. Damit traten die KG-Nachwuchskräfte mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen wieder die Heimreise in Richtung Oberschwaben an.

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