Baienfurts Ringer holen erneut Medaillen
In Backnang ging es am letzten Januar-Wochenende um den Titel des württembergischen Meisters im freien Stil in den Altersklassen U12, U14 und U17. Die KG Baienfurt schickte neun Teilnehmer an den Start und durfte gleich vier Nachwuchsathleten zur Goldmedaille gratulieren. Bei den jüngsten zeigte sich Julian Linse (48 kg) nach seinen zwei Bezirksmeistertiteln auch in Backnang von seiner besten Seite. Die ersten drei Runden gewann er alle vorzeitig und stand damit im Finale um den Titel. Hier erwischte er einen schlechten Start und geriet schnell mit 0:9 ins Hintertreffen. Mit Willensstärke und Durchsetzungsvermögen kämpfe sich der Baienfurter noch einmal heran, schaffte den Ausgleich zum 9:9 und wurde aufgrund der letzten Wertung württembergischer Meister.
Bruno Viktor Hagmann (34 kg) musste sich nach zwei Medaillen bei der Bezirksmeisterschaft dieses Mal mit dem sechsten Platz begnügen. In den Altersklassen U14 du U17 gilt die Meisterschaft als wichtiges Turnier für die Nominierung zur deutschen Meisterschaft, weshalb die Athleten hier nicht nur um den Titel, sondern auch um eine weitere Nominierung kämpfen. Mike Hafner (44 kg) startete bei der U14 mit einem Überlegenheitssieg ins Turnier. Nach der knappen Punktniederlage im zweiten Kampf gegen Raphael Beck vom TSV Herbrechtingen war der Traum von Gold aber bereits geplatzt. Nach einem weiteren Überlegenheitssieg und einer Schulterniederlage stand der Baienfurter im Kampf um Platz fünf. Hier behielt er mit 13:6 die Oberhand und darf sich noch Hoffnungen auf eine Nominierung zur deutschen Meisterschaft in Kirchlinde machen.
Lukas Rekhviashvili (57 kg) wurde mit einer Bilanz von zwei Siegen und drei Niederlagen sechster. Die Erfolgsquote der Baienfurter Nachwuchskräfte in der Altersklasse U17 ist dagegen beachtlich. Vier Teilnehmer, drei Meister und einen Vizemeister – so das Abschneiden der KG-Talente. Robert Flat (51 kg) musste direkt im ersten Kampf eine Schulterniederlage gegen Ruben Kalabor Negru vom SC Korb hinnehmen. Nach zwei Überlegenheitssiegen stand er im Finale und traf dort erneut auf Negru. Auch im Finale war er gegen den starken Nachwuchsringer des SC chancenlos, verlor technisch und gewann die Silbermedaille. Maxim Hafner (55 kg) zeigte in seiner Gewichtsklasse eine Machtdemonstration, gewann zweimal per Schultersieg und zweimal technisch überlegen und wurde damit völlig verdient württembergischer Meister.
Auch Ruwen Hund (65 kg) hatte keine Mühe mit seiner Konkurrenz, gewann dreimal technisch überlegen und einmal per Schultersieg und zog damit ebenfalls ins Finale ein. Auch hier hatte er keine Probleme und sicherte sich durch einen weiteren Überlegenheitssieg über Alenay Koussakal vom RSV Benningen die Goldmedaille. In der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm dominierte KG-Ringer Oskar Härdtner seine Konkurrenz nach Belieben. Im ersten Kampf gelang ihm ein 7:0-Punktsieg gegen den Weilimdorfer Konrad Buchholz. Nach zwei Überlegenheitssiegen und einem Schultersieg stand auch Härdtner im Finale und hatte bis dahin noch immer keinen einzigen Wertungspunkt abgegeben.
Das sollte auch so bleiben. Mit einem weiteren Überlegenheitssieg gegen Koray Ayyildiz vom AC Röhlingen gewann Härdtner und damit die KG Baienfurt die dritte Goldmedaille in dieser Altersklasse. Alle vier Nachwuchskräfte der Baienfurter U17 haben damit beste Chancen auf eine Nominierung für die deutsche Meisterschaft in Aschaffenburg, auf der sie sich dann mit den besten Athleten des Landes messen dürfen.