KG-Ringer schrammen an Sensation vorbei

Baienfurt unterliegt Kleinostheim mit 9:12.

Die KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt ist in der 1. Bundesliga Süd knapp an einer großen Überraschung vorbeigeschrammt. Gegen den bislang ungeschlagenen Tabellenführer konnten die Oberschwaben lange mithalten, mussten dem Titelfavoriten schlussendlich aber doch den Vortritt lassen. Der Kampfabend bot den 400 Fans in der Baienfurter Sporthalle zahlreiche spannende Kämpfe, am Ende fehlte der Achtruppe in den entscheidenden Momenten das Quäntchen Glück. In einem beherzten Kampf musste sich Baienfurts armenischer Neuzugang Norik Hatutyunyan (61 kg Freistil) zum Auftakt gegen den international erfahrenen Niklas Stechele geschlagen geben (5:11). Jan Zirn (130 kg griechisch-römisch) wandte gegen Franz Richter bei der 5:18 Niederlage mit guten Konteraktionen eine Höchstwertung ab. Ein Duell auf Augenhöhe lieferten sich Rashad Orujevi (66 kg griechisch-römisch) und Christopher Krämer. Der Baienfurter lag lange in Front, wurde von zwei kritischen Kampfrichterentscheidungen am Mattenrand aber gebremst und verlor den Kampf noch mit 7:8. Die ersten Punkte sicherten sich die Oberschwaben in Form von Radu Lefter (98 kg Freistil). Der Baienfurter Leistungsträger hatte Joshua Morodion über die gesamte Kampfzeit im Griff und gewann mit 10:4. Auch im nächsten Duell ging es wieder eng daher. Mit 5:4 hatte Kleinostheims Abdusalam Katsumata gegen KG-Youngster Willi Lehn (71 kg Freistil) knapp die Nase vorn. Als nach der Pause erst Daniel Cataraga (86 kg griechisch-römisch) gegen Pascal Eisele gewann (2:0) und Valeriu Toderean (75 kg griechisch-römisch) einen Überlegenheitssieg gegen Ilja Pavlenkov folgen ließ, wuchs im Lager der Baienfurter der Glaube an eine Sensation heran. Auch Marcel Käppeler (80 kg Freistil) konnte sich mit einer starken und konzentrierten Leistung gegen Ex-Baienfurter Marat Kardanov knapp mit 4:1 durchsetzen. Damit lagen die Oberschwaben zwei Kämpfe vor Schluss mit 9:7 vorne. Als Fernando Mahmoud (75 kg Freistil) gegen den Asienmeister Kaisei Tanabe in der ersten Minute mit 3:0 führte, bebte der Baienfurter Hexenkessel. Der Japaner im Trikot der Kleinostheimer konnte den Kampf aber dann doch noch drehen und gewann mit 12:3. Zum Abschluss stand Nick Allgaier (80 kg griechisch-römisch) gegen den U23-Weltmeister von 2024, Giorgi Chikhvadze, vor einer kaum lösbaren Aufgabe. Der Baienfurter ließ wenig zu, fand gegen den starken Georgier aber auch kein Mittel zu Punkten und unterlag am Ende mit 0:6. Damit war die 9:12-Heimniederlage besiegelt. Die Oberschwaben konnten sich nicht für eine beherzte Leistung und einen spannenden Kampfabend belohnen und verpassen damit echte Big Points. In der nächsten Woche geht es für die Baienfurter dann zum KV Riegelsberg, wo der zweite Saisonsieg eingefahren werden soll.

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