Die Oberschwaben gastieren nach der Pause beim KSV Witten 07
Nach der dreiwöchigen WM-Pause steht die Ringerbundesliga nun wieder in den Startlöchern. Der KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt steht mit dem Duell beim KSV Witten 07 die weiteste Auswärtsreise der Saison bevor.
Das Aufeinandertreffen mit den Ringern aus dem Südosten des Ruhrpotts ist für die Oberschwaben ein richtungsweisendes Duell im Kampf um die Playoff-Plätze. Der KSV liegt aktuell mit einer negativen Kampfbilanz und einem Punktekonto von 6:8 auf dem dreizehnten Rang. Die Baienfurter liegen mit einer positiven Kampfbilanz und einem Punkteverhältnis von 4:10 direkt dahinter auf Platz vierzehn und können mit einem Sieg an den Wittenern vorbeiziehen. „Es wird auf einen sehr engen Kampf hinauslaufen, den wir natürlich gewinnen wollen“, sagt KG-Sportmanager Michael Merk. Wieder mit an Bord ist auch Baienfurts WM-Teilnehmer Radu Lefter (130 kg Freistil), der sich in der vergangenen Woche in Astana noch mit den besten Ringern der Welt messen durfte. Der Leistungsträger der Oberschwaben gewann seinen Auftaktkampf in Kasachstan souverän, schied dann aber in der zweiten Runde aus. Dennoch konnte der junge Moldauer zeigen, dass er zur erweiterten Weltspitze gehört und wie wichtig er für die Baienfurter auch in der Rückrunde werden kann. Lefter wird am Wochenende vermutlich vom türkischen Junioren-Vizemeister Sertac Aksoy, der vor der Pause im Duell mit Heusweiler den deutschen Spitzenmann und WM-Teilnehmer Gennadij Cudinovic besiegt hatte, gefordert werden. Zu den Leistungsträgern des KSV zählt unter anderem auch die rumänische Nummer eins, Denis Florin Mihai (61 kg griechisch-römisch). Der Greco-Spezialist konnte schon mehrere Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften sammeln und wurde 2023 in der Altersklasse U23 Europameister. Auch Routinier Andrej Perpelita (66 kg Freistil) gehört trotz seines Alters noch zu den absoluten Spitzenringern der Wittener. Der international erfahrene Rumäne Ilie Cojocari wird sich ein offenes Duell mit Baienfurts Leistungsträger Daniel Catarag (80 kg griechisch-römisch) liefern. Ein ebenfalls offenes Duell wird im Kampf zwischen KG-Ringer Marcel Käppeler (80 kg Freistil) und Wittens Eigengewächs Gregor Eigenbrodt erwartet. Eigenbrodt zählt zur deutschen Spitze, hat Erfahrung bei Junioren Welt- und Europameisterschaften gesammelt und ist ein Aushängeschild der guten Wittener Jugendarbeit, die immer wieder Spitzenringer hervorbringt. Auch Kiril Kildau (86 kg Freistil) gehört zu den besten des Landes und wird Baienfurts erfahrenen Georg Harth fordern. „Jetzt zum Ende der Saison wird es auch spannend, ob alle Teams immer in Bestbesetzung antreten oder schon anfangen, Geld zu sparen“, meint Baienfurts Sportmanager Michael Merk. Die Oberschwaben werden die weite Reise nach Nordrhein-Westfalen jedenfalls mit voller Kappelle antreten und sind gewillt, den ersten Sieg der Rückrunde einzufahren.