Baienfurts Ringer wollen Reaktion zeigen
KG steht vor einer schwer einschätzbaren Auswärtsaufgabe in Mainz
Nach der bitteren Heimniederlage am vergangenen Kampftag gegen Erzgebirge Aue geht es für die Bundesligatruppe der KG Baienfurt am kommenden Wochenende auswärts gegen den ASV Mainz 88. Die Mainzer stehen mit einem Punkteverhältnis von 6:4 aktuell auf dem zehnten Tabellenplatz der Bundesliga und damit nur unmittelbar vor den Baienfurtern, die mit einem Sieg am ASV vorbeiziehen könnten. „Wenn sie so aufstellen wie letzte Woche gegen Weilimdorf, rechne ich uns auf jeden Fall Chancen aus“, sagt KG-Sportmanager Michael Merk. Gegen die SG Weilimdorf gewannen die Mainzer zwar deutlich mit 19:8, traten dabei aber nicht in Bestbesetzung an. Der ASV verfügt über einen großen Kader, sodass sie je nach Gegner immer variabel aufstellen können. „Mainz ist eine Mannschaft, die gegen Teams wie uns immer gewinnen kann, wenn sie es will“, sagt KG-Cheftrainer Simon Weißhaar. Auch deshalb ist das Duell am kommenden Samstag für die KG-Verantwortlichen schwer einzuschätzen. Geht man von der Aufstellung aus der Vorwoche aus, rechnen sich die Oberschwaben vor allem in den unteren beiden Gewichtsklassen wieder Chancen auf Punkte aus. Hier sollen Norik Harutyunyan (61 kg Freistil) und Rashad Orujevi (66 kg griechisch-römisch) mit Siegen gegen den mehrfachen deutschen Juniorenmeister John Keterling und Calvin Stiller den Weg für deinen erfolgreichen Kampfabend ebnen. Auch Valeriu Toderean (75 kg griechisch-römisch) sollte mit Alexander Zentgraf, den er in den vergangenen Jahren schon häufig besiegte, keine Probleme haben und den Oberschwaben Punkte bescheren. Sollten die Mainzer umstellen, könnte dem Baienfurter Leistungsträger ein Duell mit dem amtierenden EM-3. Mehmet Mustafa Sahin blühen. Ein weiterer EM-Bronzemedaillengewinner steht für die Mainzer in der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm im freien Stil auf der Matte. Der erfahrene Russe Timur Bizhoev wird Baienfurts Marcel Käppeler fordern, der in der vergangenen Woche mit einer starken Leistung gegen den U20-Weltmeister Ryoya Yamashita überzeugen konnte. Auch im Schwergewicht haben die Mainzer einige Hochkaräter im Kader. Aller Voraussicht nach wird der 19-jährige Pole Yassine Ben Labed KG-Eigengewächs Jan Zirn (130 kg griechisch-römisch) fordern. Eine weitere Option wäre der mehrfache Europameister und Olympia-Bronzemedaillengewinner Georgi Meshvildishvili, der eigentlich im freien Stil zu Hause ist, in dieser Saison aber auch schon einmal stilartfremd zum Einsatz kam. Baienfurts Nachwuchstalent Ruwen Hund (71 kg Freistil) steht in seinem dritten Bundesligakampf vor einer schweren Aufgabe. Mit dem erfahrenen deutsch-amerikaner Andre Clarke erwartet den Youngster der EM-Dritte von 2024 und ein Freistil-Ass, das zu den besten der Liga zählt. Ein Schlüsselduell sieht KG-Sportmanager Michael Merk im Kampf zwischen Baienfurts Nick Allgaier (80 kg griechisch-römisch) und Radu Placinta. „Wir können sie auf jeden Fall ärgern, aber natürlich kommt es darauf an, wie sie am Ende aufstellen“, sagt Merk. Für die Oberschwaben wäre ein Sieg wichtig, um den Anschluss an die Playoff-Plätze zu wahren. Am Saisonende ziehen die besten elf Teams der Liga in die Playoff-Runde ein. Die KG liegt aktuell auf dem zwölften Rang. Kampfbeginn in der Sporthalle am großen Sand ist am Samstag um 19:30 Uhr.
Für die zweite Mannschaft der KG Baienfurt geht es im Kampf der Bundesligareserven auswärts zum ASV Schorndorf II. Die Oberschwaben benötigen zwingend einen Sieg, um die Chance auf den Klassenerhalt in der Verbandsliga Württemberg weiterhin zu wahren. Schorndorf liegt aktuell mit einem Punkt mehr zwei Plätze vor den Oberschwaben. Mit einem Auswärtserfolg könnte die KG den ASV überholen und sich etwas Luft verschaffen. Mit den Leistungsträgern Ivan Huzau (61 kg griechisch-römisch), Robert Aloiev (66 kg Freistil) und Zorab Aloiev (75 kg Freistil) verfügen die Spartaner aber über zuverlässige Punktgaranten. Für die Oberschwaben gilt es, möglichst lange mitzuhalten und am Ende das Quäntchen Glück und die zwingend benötigen Auswärtspunkte im Gepäck zu haben.