Alle Mannschaften der KG Baienfurt im Einsatz. Die Bundesligaringer empfangen den KSC Hösbach
Die Vorrunde in der 1. Bundesliga ist Geschichte, jetzt werden die Karten neu gemischt. Zum Auftakt in die Rückrunde empfängt die KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt das Spitzenteam und den aktuellen Tabellen-2. vom KSC Hösbach in der Baienfurter Sporthalle. Durch den Wechsel der Stilarten zur Rückrunde ändern sich auch bei den Oberschwaben Teile der Mannschaft, was die Duelle gerade zu Beginn schwer vorhersehbar macht. Die Vikings verfügen über einen breiten und in der Spitze hochklassig besetzten Kader, wodurch die Baienfurter erneut als klarer Außenseiter in den Kampfabend gehen. „Es ist nicht unmöglich, aber es wird natürlich schon eine riesengroße Aufgabe für uns“, sagt KG-Sportmanager Michael Merk. Die Baienfurter Mannschaft sieht Merk auch in der Rückrunde weiterhin gut aufgestellt. „Ich glaube, dass wir eine ähnliche Qualität wie schon in der Vorrunde auf die Matte bringen können“, so Merk.
Vize-Europameister Joni Khetsuriani (71 kg griechisch-römisch) geht am Samstag als potentieller Siegringer erstmals für die Oberschwaben auf die Matte. „Das ist eine absolute Rakete“, sagte Baienfurts Vorstand Markus Bohmeier nach der Verpflichtung des Georgiers im Sommer. Die Baienfurter Ringsportfans dürfen sich also auf einen weitere Hochkaräter im Team der Oberschwaben freuen. Ebenfalls neu im Kader ist der erfahrene Georg Harth (86 kg Freistil), der in seine nunmehr 17. Bundesligasaison geht. Die Aufstellung der Hösbacher ist im Vorfeld schwer vorherzusehen. Durch den Wechsel der Stilarten und die vielen Kaderoptionen, über die die Vikings verfügen, ist unklar, mit welcher Mannschaft der KSC die Reise nach Baienfurt antreten wird.
Dass der letztjährige Playoff-Teilnehmer zu den absoluten Top-Teams der Liga gehört, steht außer Frage. Vor zwei Wochen besiegte das Team aus dem unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg den ASV Schorndorf in eigener Halle überraschend deutlich mit 25:5. In der letzten Kampfwoche fügten die Vikings dem bislang ungeschlagenen RSV Rotation Greiz die erste Saisonniederlage zu. Die einzige Niederlage kassierten die Hösbacher direkt am ersten Kampftag beim deutschen Vizemeister Weingarten. Mit dem Kasachen Daulet Temirzhanov (61 kg Freistil) hatten die Vikings einen absoluten Sieggaranten in ihren Reihen, der nach seinem Überlegenheitssieg in der letzten Woche offiziell der beste Bundesliga-Ringer der Vorrunde ist. Auch Gevorg Sahakyan (75 kg griechisch-römisch) gehört seit Jahren zur absoluten Bundesligaspitze. Baienfurts Marcel Käppeler (80 kg Freistil) hat mit dem ehemaligen U23-Europameister Nikita Suchkov ebenfalls einen starken Ringer vor der Brust.
„Zu ihren ausländischen Sportlern verfügt Hösbach auch einfach über eine brutal starke deutsche Achse.“ Die beiden WM-Teilnehmer Abdolmohammad Papi (61 kg griechisch-römisch) sowie Anton Vieweg (98 kg griechisch-römisch) werden komplettiert von den mehrfachen deutschen Meistern und international erfahrenen Niklas Dorn (71 kg Freistil), Tim Müller (75 kg Freistil) und Michael Widmayer (75 kg griechisch-römisch) sowie Erik Löser (86 kg griechisch-römisch) und Robin Ferdinand (98 kg Freistil). Bei einem Kader von 21 Ringern stehen den Vikings aber auch noch weitere Top-Athleten wie der japanische Olympiasieger Kotaro Kiyooka (66 kg Freistil) oder der ehemalige Weltmeister Aliakbar Hossein Yousofiahmadchali (130 kg griechisch-römisch) zur Verfügung. Es wird spannend, wie stark die Hösbacher ihre Mannschaft aufstellen werden. Den Fehler, die Oberschwaben zu unterschätzen, werden die Vikings nicht noch einmal machen. 2023 reisten die Hösbacher am ersten Kampftag der 1. Bundesliga Ost mit einem vergleichsweise schwächeren Kader in die Baienfurter Sporthalle an und mussten sich am Ende überraschend mit 12:15 geschlagen geben. Ein solches Ergebnis wäre am Samstag um 19:30 Uhr in der Baienfurter Sporthalle aber schon mehr als eine Überraschung.
Im Vorfeld des Bundesligakampfes möchte der KG-Nachwuchs an seine bisherige Saisonleistung anknüpfen und seine bislang makellose Bilanz wahren. Ab 14:30 Uhr empfangen die Mattenfüchse der Oberschwaben die zweite Schülermannschaft vom AB Aichhalden sowie die zweite Mannschaft der RG Eiche-Allensbach zum Doppelkampftag in der Jugend Bezirksklasse.
Im Anschluss geht es für die Bundesliga-Reserve der Baienfurter um wichtige Punkte in der Verbandsliga Württemberg. Nach dem überzeugenden Sieg in der vergangenen Woche bei der zweiten Mannschaft des ASV Schorndorf wollen die Oberschwaben gegen den ASV Nendingen nachlegen. Die Gäste stehen aktuell auf dem vierten Tabellenplatz und benötigen zwingend einen Sieg, um weiterhin Anschluss an die vorderen Plätze zu wahren. Dabei könnte es am Samstag um 17:30 Uhr zu einem Wiedersehen mit dem letztjährigen KG-Ringer Veaceslav Mamulat in der Baienfurter Sporthalle kommen. Letztes Jahr noch in der 2. Bundesliga aktiv, zählt Mamulat nun zu den absoluten Punktegaranten der Nendinger.