Schwere Aufgabe im Spitzenkampf beim ASV Urloffen
Nach dem erfolgreichen Rückrundenauftakt gegen Hüttigweiler wartet auf die KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt am kommenden Kampftag in der 2. Bundesliga Süd nun eine echte Mammutaufgabe. Die Oberschwaben gastieren beim bislang ungeschlagenen Tabellenführer ASV Urloffen. „Sie sind das Maß aller Dinge und natürlich schwer zu schlagen“, schätzt KG-Sportmanager Michael Merk die Chancen ein. Bei einer Niederlage und im Falle dessen sechs Punkten Rückstand auf die Hornets, dürften sich die Baienfurter wohl aus dem Titelrennen verabschieden. „Wir werden alles versuchen, um weiterhin oben dranzubleiben und ihnen die erste Saisonniederlage zuzufügen“, sagt Merk. Dass ein Erfolg kein Ding der Unmöglichkeit ist, haben die Oberschwaben in der Hinrunde unter Beweis gestellt. In eigener Halle schrammten die Oberschwaben haarscharf an einem Punktgewinn vorbei und mussten sich knapp mit 15:16 geschlagen geben. In der Rückrunde wollen die Baienfurter die Schlüsselkämpfe zu ihren Gunsten drehen, was laut Merk bei der Mannschaftsstärke der Urloffener schwer zu prognostizieren ist: „Einzelne Ringer hervorzuheben, macht eigentlich wenig Sinn. Bei ihnen ist die gesamte Mannschaft einfach unfassbar stark.“ Enge Duelle sind dabei vorprogrammiert, kommt es doch jeweils zu den Kämpfen zwischen den absoluten Leistungsträgern der beiden Teams. Victor Ciobanu (71 kg griechisch-römisch) wird gewillt sein, sich bei Sakit Guliyev für seine 1:5-Niederlage aus der Hinrunde zu revanchieren. Spannend wird außerdem, ob sich Baienfurts Daniel Cataraga (80 kg griechisch-römisch) und ASV-Punktegarant Aik Mnatsakanian erneut gegenüberstehen, die sich in der Hinrunde aus dem Weg gehen. Ebenfalls offene Kämpfe sieht Merk in den Duellen zwischen Valeriu Toderean (75 kg griechisch-römisch) und Nika Korshia (Hinrunde 6:1), zwischen Jannis Rebholz (75 kg Freistil) und Stefan Käppeler sowie zwischen Marcel Käppeler (80 kg Freistil) und Joshua Knosp. Sollten die Oberschwaben die Mehrzahl dieser Kämpfe für sich entscheiden können, stehen die Chancen auf einen Achtungserfolg gut. Vor schweren Aufgaben stehen hingegen Veaceslav Mamulat (61 kg griechisch-römisch) gegen den starken Azerbaijaner Huseyn Garibov sowie Jan Zirn (130 kg griechisch-römisch) gegen den litauischen Olympiateilnehmer Mindaugas Venckaitis (Hinrunde 0:16). Alles in allem sieht Merk die Favoritenrolle bei den badischen Gastgebern, die die Oberschwaben gehörig auf den Prüfstand stellen werden. Mit einem Sieg würde man bis auf zwei Punkte an die Hornets heranrücken und den Titelkampf wieder offener gestalten. Für diesen Sieg benötigt es am kommenden Samstag aber einen perfekten Tag und die beste Saisonleistung der Oberschwaben.
Derweil gastiert die KG-Reserve in der Verbandsliga Württemberg bereits am Freitagabend beim Tabellenschlusslicht Münster-Remseck. Die zweite Mannschaft der Baienfurter liegt aktuell mit sechs Punkten Vorsprung auf die Neckarunion auf Platz sechs und benötigt nach den vergangenen Niederlagen zwingend wieder einen Sieg, um nicht noch tief in den Abstiegskampf hineinzurutschen. In der Hinrunde gewannen die Oberschwaben das Duell mit 20:12. An diesen Erfolg wollen die Baienfurter anknüpfen, um wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden.