Baienfurt komplettiert den Bundesligakader

Georgischer Vize-Europameister kommt aus Riegelsberg zur KG

Die KG Baienfurt schließt die Kaderplanung für die Bundesligasaison 2026/27 mit einem echten Krachertransfer ab. Vom KV Riegelsberg verpflichten die Oberschwaben den georgischen Weltklasseringer Joni Khetsuriani. Der 28-Jährige ist mehrfacher georgischer Meister, wurde 2023 Vize-Europameister und gewann im letzten Jahr EM-Bronze. „Das ist eine richtige Rakete, die wir da bekommen“, freut sich KG-Vorstand Markus Bohmeier über den gelungenen Transfer. In der letzten Saison trat Khetsuriani ebenfalls in der 2. Bundesliga Süd an und sorgte zu Saisonbeginn für Furore.

Nach zwei technischen Überlegenheitssiegen, unter anderem gegen den früheren deutschen Meister Alexander Zentgraf sowie einem deutlichen 14:2-Erfolg gegen Luis Greif, eine der größten deutschen Nachwuchshoffnungen, traf der Georgier in Baienfurt auf KG-Ausnahmeathlet Valeriu Toderean. Gegen den Leistungsträger der Oberschwaben brannte der Georgier direkt zu Kampfbeginn ein echtes Feuerwerk ab und lag nach 90 Sekunden bereits mit 7:1 in Front. Nach einer unglücklichen Aktion verletzte er sich dann aber und musste den Kampf vorzeitig aufgeben, was allerdings keineswegs seine Leistung schmälert und vor allem bei den KG-Verantwortlichen großen Eindruck hinterlassen hat. „Das war schon eine ganz große Nummer. Der ist richtig, richtig gut“, sagt KG-Sportmanager Michael Merk. Trotz der Tatsache, dass der technisch versierte Greco-Spezialist aufgrund seiner Verletzung keinen weiteren Kampf in der letzten Saison bestritt, stand er bei den Oberschwaben für die kommende Saison ganz hoch im Kurs. Der 28-Jährige soll in der Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm im griechisch-römischen Stil zum Einsatz kommen und damit zusammen mit Rashad Orujevi den abgewanderten Victor Ciobanu ersetzen.

Seinen größten Erfolg feierte Khetsuriani bereits 2014, damals noch in der U17, als er Weltmeister wurde. Diesen Erfolg möchte er nun auch im Seniorenbereich wiederholen und sieht seine Kämpfe in der deutschen Bundesliga als weiteren wertvollen Entwicklungsschritt an. Der Georgier hat erst spät mit dem Ringen angefangen. Mit 14 Jahren stand er erstmals bei Wettkämpfen auf der Matte. Nur drei Jahre später war er bereits Weltmeister. Ein Weg, der zeigt, wie viel Talent im Körper des 28-Jährigen steckt. Dieses Talent möchte er ab September auch bestmöglich auf der Matte präsentieren. „Ich möchte dem Verein zu großem Erfolg verhelfen“, sagt der Georgier angesprochen auf seine Zielsetzung für die kommende Saison. Abseits der Matte beschreibt er sich als freundlich, fröhlich und ruhig, wodurch er sich in seinem neuen Umfeld schnell akklimatisieren dürfte. Für die Oberschwaben ist der Transfer des georgischen Ausnahmeringers eine Garantie auf spektakuläre Griffe, Ringsport der Extraklasse und erfolgreiche Kämpfe. Khetsuriani schraubt die Qualität des oberschwäbischen Kaders noch einmal gehörig nach oben und macht die Mannschaft von KG-Trainer Dariusz Jelen zu einem gefährlichen Stolperstein für einige Topclubs.

Mit den etablierten Leistungsträgern Valeriu Toderean (75 kg griechisch-römisch), Daniel Cataraga (80/86 kg griechisch-römisch) und Radu Lefter (98/130 kg Freistil), einer stabilen Deutschachse um Nick Allgaier (80 kg griechisch-römisch) , Marcel Käppeler (80 kg Freistil) und Jan Zirn (98/130 kg griechisch-römisch) sowie den Neuzugängen Norik Harutyunyan (61 kg Freistil), Rashad Orujevi (61/66 kg griechisch-römisch), Joni Khetsuriani (71 kg griechisch-römisch), Fernando Mahmoud (75 kg Freistil) und Georg Harth (86 kg Freistil), sind die Oberschwaben nun bestens gerüstet für die kommende Saison in der 1. Bundesliga. Dazu stehen die „jungen Wilden“ aus der eigenen Nachwuchsabteilung Willi Lehn und Danny Mayr, beide amtierende deutsche Vizemeister der U20, sowie Ruwen Hund, deutscher Meister der U17, jederzeit bereit. „Mit diesem Kader müssen wir uns auf jeden Fall nicht verstecken“, lautet das Resümee von Sportmanager Michael Merk nach der abgeschlossenen Kaderplanung. In wenigen Monaten wird sich zeigen, wo der Weg in der 1. Bundesliga hinführt.

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