Ein georgischer Spitzenringer verstärkt die Oberschwaben

KG Baienfurt bedient sich erneut beim KSV Ketsch

Die Kaderplanung der KG Baienfurt schreitet weiter voran. Nach dem Transfer von Georg Harth verpflichten die Oberschwaben nun den nächsten Neuzugang aus der Mannschaft des letztjährigen Zweitligakonkurrenten KSV Ketsch. Durch den Abgang des gesperrten Ex-Weltmeisters Victor Ciobanu war klar, dass im unteren Greco-Bereich eine große Lücke entstehen würde. Diese soll jetzt der Georgier Rashad Orujevi schließen, der die letzten drei Jahre für den Verein aus dem Rhein-Neckar-Kreis auf der Matte stand. Bei den Oberschwaben soll er in den beiden unteren Gewichtsklasse (61 kg/66 kg) im griechisch-römischen Stil eingesetzt werden und dort an seine starken Leistungen der letzten Jahre anknüpfen.

In seinen drei Jahren beim KSV verließ der 25-Jährige den Ring nur einmal nicht als Sieger. Gegen den international erfahrenen und langjährigen Bundesligaringer Justas Petravicius musste sich Orujevi in der abgelaufenen Saison knapp mit 3:6 geschlagen geben. Alle weiteren Kämpfe im Trikot der Ketscher konnte der Greco-Spezialist für sich entscheiden und gewann in der letzten Saison unter anderem in der Baienfurter Sporthalle klar mit 9:0 gegen KG-Mann Veaceslav Mamulat, was den KG-Verantwortlichen natürlich imponierte. „Mit Rashad konnten wir einen Top-Mann verpflichten, der auf Anhieb eine echte Verstärkung für uns darstellen wird“, sagt KG-Sportmanager Michael Merk. Der 25-Jährige zählt in seinem Heimatland Georgien zur absoluten Spitze in seiner Gewichtsklasse und gewinnt bei den georgischen Meisterschaften bereits seit vier Jahren in Folge immer eine Medaille. Er selbst möchte zukünftig noch größere Erfolge weit über die georgischen Meisterschaften hinaus feiern: „Ich will Olympiasieger werden. Das ist der Traum von jedem ambitionierten Athleten“, so der Georgier mit Blick auf seine sportlichen Ziele.

Der Ehrgeiz Orujevis ist schnell spürbar, denn auch mit der KG Baienfurt will das Kraftpaket hoch hinaus. „Mein Wunsch wäre es, dass wir gemeinsam als Mannschaft deutscher Meister werde.“ Zielsetzungen, die die sportliche Einstellung des Georgiers deutlich hervorheben. Sich selbst beschreibt er auf der als geduldig, stark und diszipliniert und so will er auch in der kommenden Saison wieder auftreten. Der Georgier will zu Saisonbeginn in bestmöglicher Form sein, um den Oberschwaben bereits im ersten Duell des Abends den Grundstein für einen erfolgreichen Kampf zu legen. Als Orujevi in der letzten Saison zu Gast in Baienfurt war, hat es ihm vor allem das Publikum und die gute Stimmung in der Baienfurter Sporthalle angetan: „Ich hatte das Gefühl, dass mich trotz meines Sieges alle fair und gut behandelt haben. Die Atmosphäre war wirklich einzigartig und es hat sich sofort so angefühlt, als ob dieser Verein eine große Familie wäre.“

Diese Atmosphäre will der 25-Jährige durch gute Leistungen seinerseits auch in der kommenden Saison wieder hervorrufen. Orujevi habe in über zehn Jahren Mattenerfahrung selten so etwas gespürt, wie in der Baienfurter Sporthalle. Diesen Verein einmal zu erleben gepaart mit einer ausgeglichenen, konkurrenzfähigen Mannschaft seien schlussendlich dann auch die Gründe gewesen, dass er sich für die KG Baienfurt entschieden habe. Für die Oberschwaben ein vielversprechender Glücksgriff, der die Halle ab September mit Sicherheit das eine oder andere Mal zum Beben bringen wird.

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