KG Baienfurt hat zwei deutsche Vizemeister

Willi Lehn und Danny Mayr sichern sich die Silbermedaille in Hagen

Die KG Baienfurt hat bei der deutschen Meisterschaft der Altersklasse U20 im freien Stil in Hagen am 28. und 29. März den vierten Platz in der Mannschaftswertung belegt. Grund dafür ist das starke Abschneiden der beiden Baienfurter Nachwuchsringer William Lehn und Danny Mayr, die sich nach einem starken Turnier beide bis ins Finale vorkämpften, dort dann aber jeweils klar unterlagen. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. Die beiden haben das Maximum aus ihren Möglichkeiten herausgeholt“, sagt KG-Trainer Frank Rothweiler. Dass beide Teilnehmer im Finale standen und um den Titel mitkämpfen konnten, sei die Belohnung für die harte Arbeit der letzten Wochen und Monate.

Willi Lehn (65 kg) startete in der Qualifikation gegen Damir Shifadugov vom SV Johannis Nürnberg ins Turnier. Sein Kontrahent, schon mehrfacher Medaillengewinner auf deutschen Meisterschaften, hielt den Kampf lange eng, ehe Lehn kurz vor Schluss noch die entscheidenden Wertungspunkte sammeln konnte und sich knapp mit 8:4 durchsetze. Im Viertelfinale traf der Baienfurter dann auf Pascal Hessel vom RSV Rotation Greiz, mit dem er keine Mühe hatte. Nach einer technischen Überlegenheit stand das KG-Talent unter den besten vier. Hier traf er auf Konstantin Valassis vom SV Luftfahrt Ringen Berlin und lieferte sich einen engen Kampf, der auf beide Seiten hätte kippen können. Nach mehrfacher Führung und immer wieder dem Ausgleich seines Kontrahenten konnte sich Lehn durchkämpfen und stand nach einem knappen Erfolg im Finale. Gegen Dario Fischietti von der RKG Freiburg 2000, 3. der U17-Europameisterschaft und aktueller Bundesligaringer, ging der Baienfurter als klarer Außenseiter ins Finale. Nach anfänglichem Abtasten wurde der mehrfache deutsche Meister Fischietti seiner Favoritenrolle gerecht und besiegte das KG-Talent technisch Überlegen. Damit erkämpft sich Willi Lehn nach seiner Silbermedaille im vergangenen Jahr auch in diesem Jahr den zweiten Platz und darf sich erneut deutscher Vizemeister nennen. 

Danny Mayr (70 kg) traf im Viertelfinale direkt auf den bundesligaerfahrenen Titelverteidiger Justin Federer vom ASV Urloffen. Nach einer Aktion seines Kontrahenten gelang Mayr ein Konter, bei dem er Federer in die gefährliche Lage beorderte, festhielt und kurz darauf schulterte. Damit stand der Baienfurter bereits im Halbfinale, in dem er auf den letztjährigen deutschen Vizemeister der U17 Abdulsalam Katsumata vom SC Kleinostheim traf. Der Kleinostheimer gilt laut KG-Trainer Rothweiler als sehr harter Ringer, der immer am Rande des erlaubten kämpft und damit ein unangenehmer Gegner ist. Auch im Halbfinale war das Duell wenig von technischen Aktionen geprägt und kam über den Kampf. Nach einer umstrittenen Situation zugunsten des Kleinostheimers kurz vor Schluss nahm die Baienfurter Betreuerecke eine Challenge. Die Wertung wurde korrigiert, wodurch Mayr zum 3:3 ausglich und aufgrund der letzten Wertung ins Finale einzog. Hier traf er auf Jason Keil vom TuS Adelhausen, der laut Rothweiler in den letzten Jahren praktisch ein Abo gebucht habe und in allen Altersklassen deutscher Meister wurde. Gegen den fünftplatzierten der U17-Europameisterschaft war Mayr chancenlos und wurde nach einer technischen Niederlage ebenfalls deutscher Vizemeister. „Das ist von beiden Jungs ein tolles Ergebnis. Wir als Verein aber auch die Jungs selbst können sehr stolz sein“, lautet das Resümee von Trainer Rothweiler, der sichtlich zufrieden mit seinen beiden Schützlingen war.

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